Mehr Nervenkitzel ging nun wirklich nicht…

Ursprünglich hatten wir ja gehofft, ein paar Tage im geschützten Hafen von Panagia liegen zu können. Und, der erste Abend nach unserer Ankunft verlief auch entsprechend, aber morgens um drei änderte sich wieder alles.

Eigentlich hatte uns ja die Betonpier in Panagia gelockt, nachdem wir zuletzt viele Nächte vor Anker verbracht hatten. Mal wieder ohne Dingi an Land kommen. Einfach mal ein paar Schritte über die Gangway machen und dann an Land stehen. Auch mal wieder nett.
Gerade mal fünf Schiffe können dort nebeneinander mit dem Heck festmachen, und wir fanden eine perfekte Lücke für uns. Die gleich nebenan liegenden Fischtrawler hatten wir einfach mal ignoriert, zu schön und abwechslungsreich war der Abend im Restaurant, am Strand und durch das „Helikopterprogramm“. Naja, und dann fuhren wir doch am nächsten Tag wieder los.

Ankerbucht Eretria

Wir erreichten unseren vorerst letzten Ankerplatz für diesen Frühlingstörn. Die große, wirklich genial geschützte Bucht vor dem Urlaubsort Eretria. Eigentlich ein guter Ausgangsort, um zeitlich abgestimmt nachts die Brücke bei Chalkida zu passieren und weiter hoch Richtung Volos zu segeln.

Diese Pläne hatten wir aber leider ad acta legen müssen. Vielmehr mussten wir deutlich früher nach Hause und hatten uns eine neue Boatyard im Norden Athens gesucht. Statt wie gedacht im Raum Thessaloniki, sollten wir nun am Montagmorgen, dem 26. Mai um neun Uhr gegenüber von Eretria aus dem Wasser kommen. Die Rezensionen, die wir über das Evoiko Seacenter online finden konnten, waren meist positiv. Unser erste Kontakt per WhatsApp auch, vor allen Dingen im guten Englisch und dies auch zeitnah. Wirkliche Alternativen hatten wir dort aber auch nicht. Viele nutzen ja die Werften im Norden der Insel Aegina, also südlich von Piräus und Athen. Aber auch über die gibt es geteilte Meinungen und Erfahrungen. Und von dort muss man immer noch die Fähre und Bahn bis zum Athener Flughafen nehmen.

Wir bauten auf unsere über die Jahre positiven Erfahrungen mit neuen Marinas und Werften und vertrauten auf das Angebot von Dennis, vom Evoiko Seacenter. Tja, und nun seht selbst, wie es uns die letzten Tage im Wasser vor Eretria erging und wie wir bzw. mit Carlotta aus dem Wasser kamen. Alles zusammen Erlebnisse, die wir so nicht wieder brauchen…Zwar sind wir ja durchweg Glücksschweinchen, die nicht nur aus jeder Situation das beste machen, sondern auch durchweg glücklich aus kritischen Momenten herauskommen. Aber hier kamen auch wir an unsere Grenzen…

Das letztendlich alles gut ging und wir nun für viele Wochen einen vernünftigen Stellplatz für Carlotta haben, sieht man hier:

Also, ab in den Flieger

und auf alles freuen, was dann in ein paar Wochen kommt. Nech, Fredi???😉😍🤩

Dann schnallt euch mal an für die kommenden 32 Minuten – ab geht die Post: